Biken in Paralleluniversen

Stell Dir vor Du kommst in unseren Store und der Verkaufsraum ist komplett leer. Lediglich die Couch ist geblieben und auf dem Tisch, auf dem sonst das Dream Mashines- oder H.O.G.-Magazin ausliegt, liegen zwei VR-Brillen. Kaum vorstellbar aber so sieht die Zukunft für bestimmte Branchen aus.

BMW macht den Anfang

Quelle: YouTube.com

Viele dürften es bereits kennen. Harald Krüger (BMW-Vorstandsvorsitzender) stellte am 11. Oktober 2016 in Los Angeles das BMW Motorrad Vision Next 100 vor. Für manche eine überteuerte Schubkarre, für andere „eine innovative Designgranate“.

Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten, über die angewandte Ingenieurskunst jedoch nicht. BMW´s Mobilität auf zwei Rädern zeichnet sich dadurch aus, dass man in Zukunft Brille statt Helm und eine intelligente Motorradkleidung trägt. Diese beiden Komponenten versorgen den Fahrer mit Infos zur Fahrbahnbeschaffenheit, der Geschwindigkeit, eventuell auftretende Gefahrensituationen und vieles Weitere. Darüber hinaus verfügt das Bike über ein adaptives, selbstbalancierendes System, welches das Umkippen verhindert und den Seitenständer überflüssig macht. Das Bike lernt ständig dazu, sodass die Schräglage je nach Level des Fahrers kontinuierlich verbessert wird und der Flexframe Rahmen Lenkmanöver ohne die bis dato üblichen Gelenke erlaubt.

All das ist schon ziemlich abgefahren.  Einigen kreativen Köpfen geht das allerdings noch nicht weit genug. In Zukunft könnte nahezu die gesamte Wahrnehmung virtuell von statten gehen, sodass Menschen sich überwiegend in Paralleluniversen treffen werden.

Wir sind wie Höhlenmenschen

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„Wir sind wie die Höhlenmenschen, wir haben gerade erst die Zeichenkohle entdeckt“ (Alex Kipman,  kreativer Kopf bei Microsoft).

Laut Kipman vermittelt das heutige Smartphone nur eine graue Vorstellung davon, was schlaue Maschinen in Zukunft möglich machen werden. Ganz gleich ob es um die Hololensbrille von Microsoft, ein Portal für 360-Grad-Videos von Amazon oder gar das Steuern ganzer Avatare geht. Die fortschreitende Technologisierung ermöglicht Menschen in Zukunft das Handeln und Leben in Paralleluniversen die, obwohl sie real wirken, allesamt irreal sind. Die Frage ist, was den Reiz dieser Technologien ausmacht und ob sie bestimmte Erlebnisse wie bspw. das Biken nachhaltig verändern werden.

Virtuelle Städte, virtuelle Menschen, virtuelles Leben

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Die Zukunft könnte so aussehen, dass wir in einer perfekten Illusion leben, in der wir digitale Dinge fühlen, riechen und schmecken. Physiker und Philosophen erörterten bereits sogar, ob wir Teil einer großen und perfekten Simulation sind und es nur nicht gemerkt haben. Zukunftsforscher Ray Kurzweil (Chefwissenschaftler bei Alphabet) erwartet, dass wir in den nächsten 15 bis 20 Jahren in der Lage sein werden, einen Stecker ins Gehirn zu pflanzen, der uns unmittelbar über unsere Sinne virtuelle Erlebnisse verschafft. Darüber hinaus werden wir dank Genetik, Robotik und der Nanotechnologie für immer im Paralleluniversum weiterleben können.

Auf uns wirkt das alles ein wenig beängstigend. Gehen wir lieber zurück zu etwas Greifbarem.

Bei der industriellen Revolution (Industrie 4.0) kann man zwar bequem von zu Hause seine Bestellung personalisieren lassen, aber bereits heute geht viel mehr. Wir können 3-D shoppen (siehe Ikea und Saturn), oder mittels Augmented Reality Computerspiele ganz neu erleben. Laut einer Studie von KPMG können bereits 250 Beispiele aufgezeigt werden, in denen Unternehmen Datenbrillen und die dafür nötige Software einsetzen. Virtual Reality ist somit keine Modeerscheinung und bietet neben dem Gaming großes Potenzial für die gesamte Wirtschaft (vgl. Angelika Huber-Straßer, Bereichsvorstand Corporates bei der KPMG Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft).

Steige auf ein Bike, das es nicht gibt

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Zukünftig könnten Verkaufsräume leer stehen. Bei exklusiven Audi-Händlern beispielsweise können Kunden sich ihr Wunschauto per Datenbrille konfigurieren. Per Knopfdruck können sodann schwarze Ledersitze zu roten werden und die Karosserie wird transparent gemacht, damit der Kunde technische Details wie die Bremsen sehen kann. Laut KPMG-Szenario können wir in zwei Jahren sogar mit autolosen Autohäusern rechnen. Bis auf ein paar Sessel und Datenbrillen wären die Verkaufsräume leer und könnten so bei Bedarf für Events vermietet werden.

Wäre dieses Szenario auch für Dich denkbar?

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Harley-Davidson Bielefeld

Würdest Du lieber bequem auf der Couch sitzen und Dein Bike in der virtuellen Realität kreieren, oder geht es beim Motorradfahren nicht um etwas viel größeres, das mit keiner Technologie erreicht werden kann?

Wir finden schon! Es geht um echte Persönlichkeiten, die Dir echte Bikes vorstellen und dadurch echte Emotionen wecken. Wer braucht schon einen Stabilisator an seiner Maschine? Das wäre wie mit Stützrädern fahren, um bloß auf Nummer sicher zu gehen, oder? Wenn Dein Bike alles perfekt für Dich durchrechnet und jede Situation vorhersehbar macht, wo bleibt dann die Action, die Emotionen und das Freiheitsgefühl?

Sicherlich bieten die Entwicklungen diverse Vorteile, die uns das Leben erleichtern und  es sicherer machen. Wenn Du allerdings zu Harley-Davidson Bielefeld kommst, kannst Du davon ausgehen, dass wir Dir auch zukünftig wahre Emotionen, verpackt in heißem Metall liefern werden.